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Ausdrücke und Abkürzungen

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!

  • !: Gibt an, dass ein Exemplar von dem Autor gesehen wurde.
  • : Gibt an, dass ein Exemplar zerstört wurde.

A

  • affinis (häufig abgekürzt aff. oder gelegentlich affin.) gibt an, dass das verfügbare Material oder Beweise darauf hindeuten, dass das vorgeschlagene Taxon verwandt mit einem Taxon ist – eine Affinität dazu hat – jedoch nicht identisch ist mit dem Taxon, dessen binomialen Namen es folgt. Das lateinische Wort affinis kann als "eng verwandt mit" oder "ähnlich" übersetzt werden.
  • auct.; auctt. (Auctorum) Ein Name, der im Sinne einer Reihe späterer Autoren verwendet wird und nicht im (anderen) Sinne des ursprünglichen Autors. Er wird häufig zusammen mit nec oder non verwendet, um zu zeigen, dass ein Name falsch verwendet wird.
  • autonym Ein automatisch generierter infragenerischer oder infraspezifischer Name.

B

  • basionym In der Botanik der erste gültige Name ("Basisname"), auf dem ein Name eines neuen Rangs oder einer neuen Kombination basiert, der den endgültigen Beinamen, Namen oder Stamm der neuen Kombination oder des Namens des neuen Rangs enthält. Äquivalent zum Protonym in der Zoologie und zum Basonym in der Bakteriologie.
  • basonym In der Bakteriologie der erste für ein Taxon genutzte Name. Äquivalent zum Protonym in der Zoologie und zum Basionym in der Botanik.
  • bis In Autorenabkürzungen steht "bis" für den zweiten Sohn eines Autors. Vergleiche "f." und "filius". Zum Beispiel Schult.f. (Julius Hermann Schultes, 1804–1840) und J.H.Schult.bis (Julius Hermann Schultes, 1820–1887), der erste und zweite Sohn von Josef August Schultes (1773–1831, Schult.)

C

  • Candidatus In der Bakterien-Nomenklatur ist Candidatus ein Bestandteil eines taxonomischen Namens für ein Bakterium, das nicht in Sammlungen von Bakterienkulturen gehalten werden kann. Es ist ein vorübergehender taxonomischer Status für noch zu kultivierende Organismen. Dem "Ad-Hoc-Komittee für die Neubewertung der Artendefinition in der Bakteriologie" zufolge werden Mikrobiologen dazu angehalten, das Candidatus-Konzept für gut charakterisierte aber noch nicht kultivierte Organismen zu nutzen. Die Namen aus dieser Kategorie werden üblicherweise geschrieben als: Candidatus (kursiv), nachfolgende(r) Name(n) in lateinischer Schrift (mit einem Großbuchstaben für die Gattung) und der gesamten Namen in Anführungszeichen. Zum Beispiel "Candidatus Carsonella" und "Candidatus Carsonella ruddii".
  • cf. (confer). Latein für "vergleichen", kennzeichnet eine unsichere Bestimmung oder verweist auf einen Vergleich zwischen Quellen mit unterschiedlichen taxonomischen Ansichten.
  • chresonym Ist die zitierte Nutzung eines Taxonnamens, gewöhnlich eines Artnamens, in einer Publikation. Es gibt keine Annahmen zur Angemessenheit oder Genauigkeit der Bezeichnungen, vgl. Synonym.
  • chresonymy Ist eine Zusammenfassung der veröffentlichten Vorkommen eines bestimmten wissenschaftlichen Namens oder einer Reihe von Namen für ein Taxon. Kann Orthochresonyme und/oder Heterochresonyme enthalten.
  • comb. ined. (combinatio inedita). Eine Kombination, die anscheinend nicht gültig veröffentlicht wurde oder deren Publikation in einem oder mehreren Artikeln nach dem ICBN unsicher ist. Siehe auch nom. ined.
  • comb. inval. (combinatio invalida). Eine Kombination, die nicht gültig nach dem ICBN veröffentlicht wurde.
  • comb. illeg. (combinatio illegitima). Ein gültig veröffentlichter Name, der mit einer oder mehreren Regeln des ICBN nicht übereinstimmt.
  • comb. nov. (combinatio nova). Ein neu veröffentlichter Name, der basierend auf einem bereits vorhandenen Namen eingeführt wurde, häufig wird das spezifische Epitheton zusammen mit einem anderen Gattungsnamen genutzt.
  • comb. superfl. (combinatio superflua). Überflüssige Kombination, die ein nicht zulässiges Homonym erzeugt.
  • cum descr. (cum descriptione). Mit Beschreibung.
  • cv. (cultivated variety). Wird in der Botanik vor dem Namen einer Sorte eingefügt, z.B. Ziziphus jujuba cv. 'Spinasa'

E

  • emend. (emendavit) Die diagnostischen Zeichen oder die Umschreibung eines Taxons wurden geändert. ("emended").
  • et al. or & al. (Grammatical genders: et alii [masculine], et aliae [feminine] or et alia [neuter]). Latein für: und andere, genutzt um auf andere Autoren eines veröffentlichten Werks hinzudeuten. Sollte immer kursiv geschrieben werden, wenn es als Abkürzung genutzt wird.
  • ex Genutzt, um den Namensgeber anzugeben, wenn ein Name nie oder ungültig veröffentlicht wurde. Die Nutzung unterscheidet sich zwischen Botanik und Zoologie:
    • In der Botanik wird der "korrekte" Autor zuletzt angegeben, wie bei Kombinationen von Autoren.
    • In der Zoologie wird der "korrekte" Autor zuerst angegeben, da er dem Namen am nächsten ist.
  • excl. var. (exclusis varietatibus). Dieses taxonomische Konzept schließt Arten aus, die andere Autoren später aufgenommen haben.

F

  • fide "unter der Autorität von" oder mit Verweis auf eine Veröffentlichung, zu einer veröffentlichten Stellungnahme
  • filius (often abbreviated f.) In Autorenabkürzungen steht "f." für den ersten Sohn eines Autors. Zum Beispiel L.f. (Carolus Linnaeus the Younger), der Sohn von L. (Carolus Linnaeus). Vergleiche "bis".
  • floruit (often abbreviated fl. or occasionally, flor.) Latein für "er/sie blühte" und bezeichnet ein Datum oder einen Zeitraum, in dem eine Person lebte oder aktiv war. Auf Englisch kann das Wort auch als Nomen genutzt werden, das die Zeit angibt, zu der jemand "blühte", z.B. einen Lebensabschnitt, in dem ein Taxonautor am aktivsten war.

G

  • gen. nov. (genus novum). Eine Gattung, die neu und gültig veröffentlicht wurde.

H

  • hemihomonyms Der gleiche Name wird für Taxa aus anderen Gebieten der Nomenklatur verwendet.
  • heterochresonym Ein Chresonym, das falsch oder unangemessen auf ein bestimmtes Taxon angewendet wird, möglicherweise durch Fehlidentifizierung. In der Botanik kann diese Bezeichnung mehr oder weniger gleichbedeutend mit dem späteren heterotypischen Homonym sein. Beispiele auf Wikipedia.
  • heterotypic synonym (taxonomic synonym). Ein Name, der sich auf das gleiche Taxon bezieht, das auf einem anderen Typus als dem des anderen Namens basiert; häufig durch das Symbol “=” angegeben; bezeichnet als “subjektives Synonym” nach dem International Code of Zoological Nomenclature.
  • holotype Ein einziges physisches Exemplar (oder eine Illustration) eines Organismus, das genutzt wurde, als die Art (oder ein niedrigeres Taxon) formal beschrieben wurde.
  • homonym Der gleiche Name basiert auf unterschiedlichen Typen.
  • homotypic synonym (nomenclatural synonym). Ein Name basiert auf dem gleichen Typus wie ein anderer Name; häufig angegeben durch das Symbol “≡”; bezeichnet als “objektives Synonym” nach dem International Code of Zoological Nomenclature.
  • Hort. (Hortulanorum). Genutzt um einen Namen anzugeben, der in der Gartenbau-Literatur signifikant Verwendung fand (normalerweise im 19. Jahrhundert und früher), jedoch nie richtig veröffentlicht wurde.

I

  • ICBN International Code of Botanical Nomenclature, bekannt als International Code of Nomenclature für Algen, Pilze und Pflanzen (ICN), verwaltet von der International Association for Plant Taxonomy.
  • ICZN International Code of Zoological Nomenclature.
  • in clavi. (in clavis, in clavem). In Schlüssel oder Glossar.
  • in litt. (in litteris). In der Literatur.
  • in obs. (in observatione). In Beobachtung.
  • in sched. (in schedis). Auf einem Herbariumblatt.
  • incertae sedis Unbekannte Einordnung. Eine Bezeichnung, die für taxonomische Gruppen genutzt wird, deren weitere Beziehungen unbekannt oder undefiniert sind.
  • ined. (ineditus). Unveröffentlicht und nicht validiert, vorläufiger Name.
  • Isonym Der gleiche Name wurde basierend auf dem gleichen Typus unabhängig zu unterschiedlichen Zeitpunkten veröffentlicht.
  • isotype In der Pflanzentaxonomie ein Pflanzenexemplar, das ein Duplikat von oder sehr ähnlich zu dem Typusexemplar ist und als Referenzexemplar genutzt werden kann. Sie wurden zur gleichen Zeit von der gleichen Pflanze oder der gleichen lokalen Pflanzenpopulation wie der Holotypus gesammelt. Diese doppelten Exemplare werden häufig getrennt und in mehreren Institutionen aufbewahrt.

J

  • juv. (juvenilis). Individueller Organismus, der seine ausgewachsene Form, Geschlechtsreife oder Größe noch nicht erreicht hat.

L

  • lectotype Ein Exemplar oder eine Abbildung, die sich vom ursprünglichen Material des Nomenklatur-Typus ableitet gemäß Art. 9.9 und 9.10 ICN, wenn zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kein Holotypus angegeben wurde, er fehlt oder sich herausstellt, dass er zu mehr als einem Taxon gehört (siehe auch Art. 9.13 ICN).
  • loc. cit. (loco citato). Vom Lateinischen: 'am angegebenen Ort'

N

  • nec (or non) Warnung, dass ein Homonym falsch interpretiert werden kann.
  • neotype Ein Exemplar oder eine Abbildung, die später ausgewählt wurde, um als einziges Typusexemplar zu dienen, wenn ein ursprünglicher Holotypus verloren oder zerstört wurde oder wenn der ursprüngliche Autor nie ein Exemplar zitiert hat. (Art. 75 ICZN und Art. 9.6, 9.15 ICN).
  • nom. alt. (nomen alternativum). Ein Name einer Familie, der als gültig veröffentlicht behandelt wird aufgrund der langen Nutzung (Art. 18 ICN).
  • nom. ambig. (nomen ambiguum). Ein mehrdeutiger Name, ein Name, der häufig fälschlicherweise für mehr als ein Taxon genutzt wird. Häufig nicht charakterisierbar.
  • nom. cons. (nomen conservandum)
    1. Ein Name einer Familie, Gattung oder Art [oder Infraart], der als gültig gilt und Vorrang vor anderen angegebenen Namen hat, obwohl dieser bei Veröffentlichung möglicherweise ungültig war oder keinen Vorrang hatte (Art. 14.1-14.7 ICN).
    2. Ein Name, dessen Typus, Orthographie oder Geschlecht durch den Bewahrungsprozess festgelegt wurde (Art. 14.1, 14.9-14.11 ICN).
  • nom. cons. prop. (nomen conservandum propositum). Vorgeschlagener zu bewahrender Name
  • nom. dub. (nomen dubium). Ein zweifelhafter Name, dessen Anwendung schwierig oder unmöglich festzustellen ist.
  • nom. et orth. cons. (nomen et orthographia conservanda). Bewahrter Name und orthographische Variante (Art. 14.1, 14.9-14.11 ICN).
  • nom. et typ. cons. (nomen et typus conservandum). Name und Typus einer Familie, Gattung oder Art [oder Infraart], der als gültig gilt und Vorrang vor anderen angegebenen Namen hat, obwohl dieser bei Veröffentlichung möglicherweise ungültig war oder keinen Vorrang hatte (Art. 14.1-14.7 ICN).
  • nom. illeg. (nomen illegitimum). Ein gültig veröffentlichter Name, der mit einer oder mehreren Regeln nicht übereinstimmt (Art. 6.4 ICN), hauptsächlich diejenigen, die überflüssig (Art. 52 ICN) und homonym sind (Art. 53 und 54 ICN).
  • nom. illeg. hom. (nomen illegitimum homonymum). Ein gültig veröffentlichter Name, der mit einer oder mehreren Regeln zur Homonymie nicht übereinstimmt (Art. 53 und 54 ICN). Ein späteres oder Juniorhomonym.
  • nom. illeg. superfl. (nomen illegitimum superfluum). Ein gültig veröffentlichter Name, der mit der Regel zur Überflüssigkeit nicht übereinstimmt (Art. 52 ICN). Siehe auch nom. superfl.
  • nom. inadmiss. (nomen inadmissibile). Ungültige Umbenennung des Typus.
  • nom. ined. (nomen ineditum). Ein Name, der anscheinend nicht in Übereinstimmung mit den Bedingungen nach Art. 29-50 ICN richtig veröffentlicht wurde.
  • nom. inval. (nomen invalidum). Ein Name, der nicht gültig nach Art. 29-45 ICN oder H.9 ICN (Art. 6.2 ICN) veröffentlicht wurde.
  • nom. nov. (nomen novum, replacement name, avowed substitute). Ein nomen novum (neuer Name) ersetzt einen Namen, der auf einem gültigen oder ungültigen zuvor veröffentlichten Namen basiert. Der vorherige Name ist das ersetzte Synonym und, sofern gültig, bietet nicht das endgültige Epitheton, den Namen oder den Stamm des Ersatznamens. Neue Namen werden erstellt, um Homonyme oder die Entstehung von Tautonymen zu verhindern. (Art. 6.11 ICN.)
  • nom. nud. (nomen nudum). Ein "nackter Name". Ein Name eines neuen Taxons, der ohne Beschreibung oder Diagnose veröffentlicht wurde und keine Referenz zu einer Beschreibung oder Diagnose enthält (Art. 50B.1 ICN).
  • nom. prov. oder nom. provis. (nomen provisorium).Vorläufiger Name.
  • nom. rej. (nomen rejiciendum). Ein Name, der abgelehnt wurde, um einem nach Art. 14 ICN behaltenswerten Namen Vorrang zu geben oder ein Name, der nach Art. 56 ICN (App. II, III, IV und V) abgelehnt wurde.
  • nom. rej. prop. (nomen rejiciendum propositum).Vorgeschlagener abgelehnter Name.
  • nom. superfl. (nomen superfluum). Überflüssiger Name; normalerweise für ungültige Namen genutzt, bei denen der korrekte Name oder das Basionym zum Zeitpunkt der Veröffentlichung erwähnt werden.
  • nom. utique rej. prop. (nomen utique rejiciendum propositum). Name zur Ablehnung vorgeschlagen nach ICBN (Art. 56.1), da es sich andernfalls um eine nachteilige Nomenklaturänderung handeln würde.
  • non design. (non designatus). Nicht vorgesehen.
  • non vidi (n. v.). Nicht gesehen. Bezieht sich normalerweise auf einen Protolog oder eine Beschreibung eines Taxons, das schwierig zu lokalisieren und dadurch zu verifizieren ist. In der Literatur bezieht sich dies auf ein Exemplar, normalerweise einen Typus, das der Autor nicht physisch untersuchen konnte.

O

  • opus utiq. oppr./opera utiq. oppr. (Opus utique oppressum/Opera utique oppressa). Werke, die als unterdrückt gelten. Insbesondere Ränge, die so gekennzeichnet sind, wurden nicht gültig veröffentlicht. "Opus" ist Singular, "opera" ist Plural.
  • orth. cons. (orthographia conservanda). Erhaltene orthographische Variante.
  • orth. emend. (orthographia emendata). Orthographie verbessert in Übereinstimmung mit den Anforderungen des ICBN.
  • orth. err. Orthographischer Fehler korrigierbar in Übereinstimmung mit den Anforderungen des ICBN.
  • orth. var. Orthographische Variante.
  • orthochresonym Ein Chresonym, das genutzt wurde, um ein Taxon gemäß den gültigen Regeln zu bezeichnen, wobei der Name nicht akzeptiert ist oder überflüssig geworden ist. Beispiele auf Wikipedia.
  • ordo. nov. (ordo novus). Neu veröffentlichte oder vorgeschlagene neuartige Bestellung.

P

  • parahomonyms Nach ICN werden Namen, die ähnlich genug sind, um verwechselt werden zu können, als Homonyme betrachtet (Art. 53.3). Der zoologische Code hat eine Reihe von Sprachvariationen (Art. 58), die als identisch betrachtet werden.
  • paralectotype In der Botanik ein Exemplar vor der Lektotypisierung, das zu den anderen Syntypen gehört, mit Ausnahme des gewählten Lektotyps und Isoelektotypen. Duplikate sind Isoparalektotypen. Nicht von ICN abgedeckt.
  • paratype In der Zoologie und Botanik ein Exemplar eines Organismus, das dabei hilft zu definieren, was der wissenschaftliche Name des Taxons tatsächlich repräsentiert. Es ist jedoch nicht der Holotypus und in der Botanik ist es auch kein Isotypus oder Syntypus.
  • p.p. or pro parte "Teilweise", bezieht sich auf Synonyme, die durch unterteilte Taxa und umschreibende Änderungen verursacht werden.
  • preocc. (praeoccupatis). Bereits belegt, d.h. der Name wurde bereits für ein anderes Taxon veröffentlicht.
  • pro gen. (pro genus). Als Gattung.
  • pro hybr. or pro hybrid. (pro hybrido). Als Hybrid.
  • pro sp. (pro specie). Als Art.
  • pro syn. (pro synonymo). Als Synonym.
  • protonym In der Zoologie der erste für ein Taxon genutzte Name. Äquivalent zum Basionym in der Botanik und zum Basonym in der Bakteriologie.

Q

  • quoad typum In Bezug auf den Typus eines Taxons. Häufig in Verbindung mit p.p. oder pro parte als p.p. quoad typum oder p.p. (quoad typum) genutzt.

R

  • rank Die folgenden Endungen geben in der botanischen Nomenklatur Ränge an:
    • -obiotina = Unterreich
    • -ophytanae = Überstamm oder Überphylum
    • -ophyta = Stamm oder Phylum
    • -ophytina = Unterstamm
    • -opsida = Klasse
    • -idea = Unterklasse
    • -anae = Überordnung
    • -ales = Ordnung
    • -ineae = Unterordnung
    • -ariae = Überfamilie
    • -aceae = Familie
    • -indae = Überunterfamilie
    • -oideae = Unterfamilie
    • -odae = Übertribus
    • -eae = Tribus
    • -odinae = Überuntertribus
    • -inae = Untertribus
  • Ersetztes Synonym: der zuvor veröffentlichte, gültige oder ungültige Name, auf dem ein ersetzender Name (nomen novum) basiert. Wenn gültig, enthält das ersetzte Synonym nicht das endgültige Epitheton, Namen oder Stamm des ersetzenden Namens.

S

  • sanctioned name In der Botanik ein nach dem Codex (Art. F.3) definierter Name, der in Werken von Persoon und Fries genutzt wird. Diese Namen werden behandelt, als wären sie gegenüber früheren Homonymen und Synonymen konserviert, jedoch können sie selbst trotzdem konserviert, abgelehnt oder geschützt werden. Die früheren Namen gelten auch nicht als ungültig.
  • sensu auct. (sensu auctorum). Wie vom zitierten Autor genutzt, jedoch ausdrücklich unter Ausschluss der ursprünglichen Bedeutung.
  • serotype or serovar Eine eigene infraspezifische Variation innerhalb einer Bakterien- oder Virusart.
  • s.c. (sine collector). Ohne zugewiesenen Sammlernamen.
  • s.d. (sine data). Nicht datiert.
  • s.l..
    • sensu lato Im weiteren Sinne.
    • sine loco Ohne einen Ort (d.h. wo das Exemplar gesammelt wurde).
  • s.n. (sine numero).Ohne vom Sammler vergebene Nummer.
  • s.s., s.str. (sensu stricto). Im engeren Sinne.
  • sine dign. defin. (sine dignitate definita). Nicht eingestuftes Taxon.
  • sine descr. (sine descriptione). Ohne eine Beschreibung in der Nomenklatur.
  • species inquirenda Art mit angezweifelter Identität, bei der weitere Untersuchung erforderlich ist.
  • sphalm. (sphalmate). Durch einen Fehler, fälschlicherweise.
  • supra [see "vide supra"]
  • syn. or synonym Ein wissenschaftlicher Name, der für ein Taxon gilt, für das nun ein anderer wissenschaftlicher Name verwendet wird. Synonyme können auftreten, wenn das gleiche Taxon unabhängig voneinander mehr als einmal beschrieben und benannt wurde. Sie können auch auftreten, wenn existierende Taxa geändert werden, also zwei Taxa vereint werden, eine Art in eine andere Gattung verschoben wird, eine Varietät in eine andere Art verschoben wird, etc. Ein Synonym ist immer das Synonym eines anderen wissenschaftlichen Namens und kann nicht isoliert existieren. Ein Taxon kann mehrere Synonyme haben, jedoch nur einen gültigen wissenschaftlichen Namen. Ein Beispiel dafür ist der Haushund. Er wurde ursprünglich als Canis aegyptius beschrieben. Einige Jahre später wurde er neu beschrieben als Canis minor (und unter anderen Namen) und ust heute als Canis lupus familiaris benannt. Somit sind Canis aegyptius und Canis minor Synonyme des heute gültigen wissenschaftlichen Namens Canis lupus familiaris – alle beziehen sich jedoch auf das gleiche Taxon.
  • Syntype In der Botanik jedes im Protolog zitierte Exemplar, wenn es keinen Holotypus gibt oder jeder der zwei oder mehr Exemplare, die gleichzeitig als Typus bezeichnet wurden (Art. 9.5 ICN). In der Zoologie jedes Exemplar einer Typus-Reihe (q.v.) von der weder Holotypus noch Lektotypus beschrieben wurden [Arts. 72.1.2, 73.2, 74 ICZN]. Die Syntypen bilden zusammen den namenstragenden Typus.

T

  • t., tab., tabula Spalte, wird in Bibliographien für Werke verwendet, deren Inhalt in Spalten mit Text statt nach Seitenzahlen geordnet ist.
  • tautonym Ein Tautonym ist ein wissenschaftlicher Name einer Art, wobei beide Teile des Namens gleich ausgesprochen werden, wie Pica pica. Es ist in der zoologischen Nomenklatur erlaubt, jedoch in der botanischen Taxonomie verboten.
  • tax. nov. (taxon novum). Ein neues Taxon.
  • t.b.c. Zu bestätigen.
  • topotype Ein Exemplar von der Typlokalität.
  • typ. cons. (typus conservandus). Mit einem erhaltenen Typus.
  • typus or type Ein bestimmtes Exemplar (oder in seltenen Fällen eine Gruppe von Exemplaren), mit dem der wissenschaftliche Name formal verbunden ist. Der Typus dient als Anker für einen bestimmten wissenschaftlichen Namen an einem bestimmten Taxon.
  • Type genus Gattung, aus der der Name einer Familie oder Unterfamilie gebildet wurde. Die Typusgattung ist nicht zwingend diejenige, die am repräsentativsten ist, sondern normalerweise die, die am frühesten beschrieben wurde, am größten oder am besten bekannt ist. In der Botanik hat die Typusgattung keine formale Bedeutung, was jedoch nicht für die Zoologie gilt.
  • Type locality Der geografische Ort, an dem eine Typusart ursprünglich gefunden wurde.
  • Type species Jede Gattung muss eine festgelegte Typusart haben, mit der sie dauerhaft assoziiert wird. In der Botanik hat die Typusart keine formale Bedeutung, was jedoch nicht für die Zoologie gilt.

V

  • vide "siehe", genutzt in wissenschaftlichen Zitaten.
    • vide infra (v. i.) "siehe unten", genutzt in wissenschaftlichen Werken.
    • vide supra (v. s.) "siehe oben", genutzt in wissenschaftlichen Werken. Manchmal verkürzt zu supra.
  • videlicet (viz) Kontraktion von "videre licet" ("man kann sehen", "es ist erlaubt, zu sehen") und manchmal statt vide infra verwendet.

Einzelnachweise